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Artikel Südwestpresse “Familienzentrum zieht in die Kasernstraße”

Mittwoch, August 26th, 2009

Umzug

Familienzentrum zieht in die Kasernstraße

Das 2005 eingerichtete Familienzentrum der Stadt Neu-Ulm wird im nächsten Jahr von der Glacis- in die Kasernstraße umziehen. Die Grund- und Hauptschule braucht den Platz für die Ganztagesbetreuung.

Edwin Ruschitzka

 

 

Laut Bürgermeister Gerd Hölzel eine ,,ideale Lage” fürs Familienzentrum: vorne der Stadtteilplatz, dahinter das noch leere Geschäft. Foto: Maria Müssig

Bürgermeister Gerd Hölzel ist ein vorsichtiger Mann: Zwar hat der Stadtrat in der Finanzklausur dem Umzug des Familienzentrums von der Glacis- in die Kasernstraße schon zugestimmt, „letztendlich fällt die Entscheidung aber am 29. September in der Sitzung des Fachausschusses Bürgerdienste, Familie und Kultur“.

Den Stadträten in diesem Ausschuss wird aber gar nichts anderes übrig bleiben, als dem Vorhaben zuzustimmen.

Der Grund: Im Schuljahr 2010/11 wird die Zahl der Ganztagesklassen in der Grund- und in der Hauptschule auf insgesamt neun steigen. Was bedeutet, dass die Schule für die Betreuung der Kinder deutlich mehr Platz als bisher braucht.

Diesen werden sie in den Räumen des ehemaligen Vorschulkindergartens finden, in denen seit September 2005 das Familienzentrum untergebracht ist – eine Erfindung übrigens der damaligen OB Dr. Beate Merk.

Eine neue Bleibe wird das Familienzentrum in der Kasernstraße finden, genauer im Erdgeschoss eines Hauses, das direkt am neu gestalteten Stadtteilplatz liegt. Die Stadt, so Bürgermeister Hölzel, werde das komplette Erdgeschoss mieten.

Der Mietvertrag liege bereits zur Unterschrift vor. Im Frühjahr 2010 sollen dann die Handwerker aktiv werden.

Das gesamte Erdgeschoss, in dem zuvor verschiedene Geschäfte untergebracht waren, wird umgebaut. Es entstehen zwei Gruppen- und zwei Büroräume, eine Küchenzeile, ein Lager und neue Sanitäreinrichtungen. Was die Stadt rund 113.000 Euro kosten wird.

Die neuen Räumlichkeiten sind zwar etwas kleiner als die alten in der Glacisstraße, dafür sieht Hölzel andere Vorteile in der Kasernstraße: „Die Lage ist zentraler, außerdem können wir den kleinen Stadtteilplatz dort in die Arbeit des Familienzentrums mit einbeziehen.“

Auch die Träger des Familienzentrums, die Diakonie und die Caritas, seien vom neuen Domizil angetan, sagt Hölzel. Die „erfolgreiche Arbeit des Familienzentrums“, so Hölzel, könne sicher ohne Abstriche fortgesetzt werden.

„Es genügt den Ansprüchen.“ Laut Hölzel steigt die Zahl der Besucher im Familienzentrum von Jahr zu Jahr an auf zuletzt 12 000 Kontakte. Gemessen wird in Kontakten, weil ein und dieselbe Person durchaus öfters die Betreuungsmöglichkeiten im Familienzentrum in Anspruch nimmt.

Dort teilen sich die beiden Sozialarbeiterinnen Agata Salis (Diakonie) und Marina Ferrante (Caritas) die Organisation und Arbeit. Ihnen zur Seite stehen auch einige ehrenamtliche Helfer, außerdem hat die evangelische Kirche dort ein Mehrgenerationenprojekt am Laufen.

Zum Schuljahr 2010/11 soll die komplette Ganztagesbetreuung von Grund- und Hauptschülern dann im ehemaligen Familienzentrum in der Glacisstraße stattfinden.

Was der Umbau kostet, sei noch nicht ermittelt worden, sagt Hölzel. Ziel sei es, den zu betreuenden Schülern auch den Außenhof zur Verfügung zu stellen.

Link zum Arktikel der Südwestpresse:

http://www.swp.de/nachrichten/lokal/Lokal-Familienzentrum-zieht-in-die-Kasernstrasse;art867,291979