Familienzentrum / Neu-Ulmer Zeitung
Freitag, Oktober 2nd, 2009Familienzentrum rückt weiter in die Mitte
Von Gerrit-R. Ranft
ALFA
Neu-Ulm Das „Familienzentrum Stadtmitte Ost“, seit 2005 in seinerzeit nicht genutzten Räumen der Grundschule eingerichtet, zieht im kommenden Frühjahr um. Neue Unterkunft wird nach den notwendigen Umbauten das ehemalige Ladengeschäft Kasernstraße 54. Damit rückt das Zentrum weiter in die Mitte seines Einzugsbereichs.
Der Ausschuss für Bürgerdienste, Familie und Kultur hat den Vorschlag der Verwaltung einstimmig gebilligt. Er ließ sich auch von der Notwendigkeit des Umzugs als auch des Ladenumbaus überzeugen. Die bisher genutzten Räume im Pavillon der Peter-Schöllhorn-Schule werden künftig wieder für den Lehrbetrieb benötigt: Ganztagsklassen und Mittagsbetreuung verlangen nach zusätzlichem Platz. Zudem rechnet die Stadt damit, dass die Grundschule schon in den nächsten Jahren zwölf, statt wie derzeit neun Klassen führen wird. Ähnliches gelte für die Hauptschule.
Vor der Sitzung hatte der Ausschuss sich an Ort und Stelle von der Eignung der leer stehenden ehemaligen Geschäftsräume überzeugt. Aufgeben wollte er das gemeinsam von Caritas und Diakonie betriebene Familienzentrum auf keinen Fall. Es sei eine „wichtige Einrichtung für Maßnahmen der Integration und Bildung, für Selbsthilfegruppen, ehrenamtliche Tätigkeit und weitere Angebote im sozialen Bereich“.
Ein ganzes Jahr lang sei nach einem geeigneten Objekt gesucht worden, teilte Bürgermeister Gerhard Hölzel im Ausschuss mit. „Viele Objekte haben sich dabei zerschlagen.“ Den jetzt gefunden Ort halte er wegen seiner zentralen Lage in der Oststadt für sehr günstig. Das fanden auch die Ausschussmitglieder. Christa Wanke nannte die Räumlichkeiten „ganz, ganz toll“; hätte aber doch gern auch gleich einen kleinen Spielplatz - drinnen oder draußen - hinzugefügt. Hölzel versicherte, das Zentrum sei da sicher flexibel.
Die Umbaupläne sehen nun zwei Gruppenräume, zwei Büros, eine Küche, Sanitärräume und - für Besucher - zwei PC-Arbeitsplätze vor. Investiert werden dazu von der Stadt gut 82 000 Euro. Der Vermieter finanziert die nötigen Elektroarbeiten mit rund 30 000 Euro. Die Mietkosten belaufen sich auf 1190 Euro im Monat.
Umgebaut werde nur, was auf den 117 Quadratmetern Grundfläche unbedingt nötig sei, wurde dem Ausschuss versichert. Im Januar wird begonnen, im Mai eingezogen. Diakonie und Caritas, die auch das neuen Zentrum betreiben werden, seien von der zentralen Lage ebenfalls angetan, hieß es.
